Hinweis EU-Versand
Warum wir den Versand in andere EU-Länder einstellen
Ab dem 12. August 2026 stellen wir den Versand in andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union bis auf Weiteres ein.
Lieferungen innerhalb Deutschlands sowie in die Schweiz bleiben weiterhin möglich.
Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Seit vielen Jahren beliefern wir Kundinnen und Kunden auch außerhalb Deutschlands und würden dies sehr gerne weiterhin tun.
Der Grund für diesen Schritt ist nicht fehlende Nachfrage. Es sind die zunehmenden gesetzlichen, bürokratischen und finanziellen Anforderungen an den grenzüberschreitenden Onlinehandel.
Was ändert sich für uns?
Mit den europäischen und nationalen Regelungen zur Verpackungsverantwortung müssen Onlinehändler beim Versand an Endkunden in andere EU-Mitgliedstaaten die jeweiligen Anforderungen des Ziellandes beachten.
Dazu können unter anderem gehören:
- Registrierung im jeweiligen Zielland
- Beteiligung an einem dortigen Entsorgungs- bzw. Rücknahmesystem
- Meldung der in Verkehr gebrachten Verpackungsmengen
- Dokumentations- und Nachweispflichten
- laufende Meldungen und Abrechnungen
- je nach geltender Regelung weitere administrative Anforderungen oder die Einbindung externer Dienstleister
Das bedeutet für uns in der Praxis: Wir müssen uns nicht mehr nur mit den deutschen Anforderungen beschäftigen, sondern zusätzlich mit den jeweiligen Vorgaben der Länder, in die wir unsere Pakete versenden.
Das Problem: Auch wenige Pakete können erheblichen Aufwand verursachen
Gerade für kleine und mittelständische Onlinehändler ist dies problematisch.
Wir versenden in einige EU-Länder nur wenige Pakete im Jahr. Trotzdem müssen wir vor einem Versand prüfen und sicherstellen, dass sämtliche dort geltenden verpackungsrechtlichen Anforderungen erfüllt werden.
Eine allgemeine EU-weite Bagatellgrenze, nach der kleine Händler bei wenigen Sendungen grundsätzlich von diesen Pflichten befreit wären, besteht nicht.
Damit kann bereits eine sehr geringe Anzahl von Sendungen dazu führen, dass wir uns mit Registrierung, Systembeteiligung, Meldungen und weiteren Anforderungen eines zusätzlichen Landes beschäftigen müssen.
Ob wir anschließend 5, 50 oder 5.000 Pakete in dieses Land versenden, ändert am notwendigen Grundaufwand teilweise nur wenig.
Wir lizenzieren unsere Verpackungen selbstverständlich
Uns ist an dieser Stelle eines besonders wichtig:
Wir stellen den EU-Versand nicht deshalb ein, weil wir Verpackungen nicht lizenzieren oder uns unserer Verantwortung für Verpackungsabfälle entziehen möchten.
Unsere in Deutschland in Verkehr gebrachten systembeteiligungspflichtigen Verpackungen werden selbstverständlich ordnungsgemäß registriert, lizenziert und gemeldet.
Beim Versand in andere EU-Länder kommen jedoch die jeweiligen Anforderungen der Zielländer hinzu.
Für exportierte Verpackungen, die nachweislich im Ausland beim Endkunden anfallen, sind grundsätzlich die verpackungsrechtlichen Vorgaben des jeweiligen Ziellandes maßgeblich.
Für uns bedeutet dies letztendlich: Deutschland bleibt ein System, das wir für unseren deutschen Versand verwalten. Für den grenzüberschreitenden Versand müssen zusätzlich die Anforderungen der einzelnen Zielländer geprüft und gegebenenfalls weitere Registrierungen, Verträge und Meldungen eingerichtet und dauerhaft verwaltet werden.
Rund 3.500 Euro zusätzliche Kosten pro Jahr
Wir haben geprüft, was es für uns bedeuten würde, unsere bisherigen EU-Zielländer weiterhin ordnungsgemäß zu beliefern.
Nach unserer aktuellen Kostenberechnung würden allein für die zusätzlichen Anforderungen in unseren bisherigen Zielländern rund 3.500 Euro pro Jahr anfallen.
Hinzu kommt der interne Arbeitsaufwand für Registrierung, Verwaltung, Meldungen, Dokumentation, Kontrolle von Änderungen und die Abwicklung der unterschiedlichen nationalen Systeme.
Für einen großen Onlinehändler mit zehntausenden Sendungen in die einzelnen Länder mögen sich solche Fixkosten verteilen lassen.
Für ein mittelständisches Familienunternehmen, das in manche Länder vielleicht nur einige wenige Pakete im Jahr versendet, sieht die Rechnung vollkommen anders aus.
Dann können die Kosten und der Verwaltungsaufwand für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben höher sein als der wirtschaftliche Nutzen des gesamten Versandgeschäfts in diesem Land.
Warum schlagen wir die Kosten nicht einfach auf die Versandkosten auf?
Natürlich könnten wir versuchen, diese zusätzlichen Kosten auf unsere Kundinnen und Kunden umzulegen.
Das möchten wir nicht.
Es entspricht nicht unserer Unternehmensphilosophie, beispielsweise wenige Kunden eines Landes mit unverhältnismäßig hohen Versand- oder Zusatzkosten zu belasten.
Ebenso wenig möchten wir unsere allgemeinen Produktpreise erhöhen und damit unsere Kundinnen und Kunden in Deutschland an Kosten beteiligen, die durch unseren Versand in andere Länder entstehen.
Deshalb haben wir uns für einen klaren und für alle nachvollziehbaren Weg entschieden.
Ab dem 12.08.2026 gilt deshalb:
Wir liefern weiterhin wie gewohnt.
Auch unsere Kundinnen und Kunden in der Schweiz beliefern wir weiterhin.
Eine direkte Lieferung durch Landshop24 ist bis auf Weiteres leider nicht mehr möglich.
Wir bedauern diese Entwicklung
Grundsätzlich halten wir das Ziel, Verpackungen zu reduzieren, Recycling zu fördern und Unternehmen an den Kosten für die Entsorgung ihrer Verpackungen zu beteiligen, für richtig.
Problematisch wird es aus unserer Sicht dort, wo für kleine Versandmengen ein unverhältnismäßig hoher administrativer und finanzieller Aufwand entsteht.
Die Europäische Union steht für einen gemeinsamen Binnenmarkt und den freien Warenverkehr.
Gerade deshalb bedauern wir es sehr, dass wir als kleines Unternehmen zu dem Ergebnis kommen mussten, dass der Versand an Endkunden in andere EU-Mitgliedstaaten für uns unter den derzeitigen Rahmenbedingungen wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll darstellbar ist.
Aber wir müssen als Unternehmen wirtschaftlich handeln.
Wir möchten weiterhin faire Preise anbieten, persönlich für unsere Kunden erreichbar sein und unsere Zeit und finanziellen Mittel in unsere Produkte, unseren Service und die Weiterentwicklung unseres Unternehmens investieren.
Ist diese Entscheidung endgültig?
Nein.
Wir werden die weitere Entwicklung beobachten.
Sollten die gesetzlichen Anforderungen künftig vereinfacht, europaweit stärker vereinheitlicht oder praktikable Lösungen insbesondere für kleine Unternehmen und geringe Versandmengen geschaffen werden, werden wir unsere Entscheidung selbstverständlich erneut prüfen.
Unser Wunsch wäre es, unsere Kundinnen und Kunden in ganz Europa wieder unkompliziert beliefern zu können.
Bis dahin bitten wir unsere betroffenen Kundinnen und Kunden um Verständnis.
Vielen Dank für Ihre Treue und Ihr Verständnis.
Antje Bochmann
mit dem gesamten Landshop24-Team
Stand: 11. August 2026